Mountainbike Niederösterreic bietet mit dem Granittrail einen interessanten Einblick in des Waldviertel.




Granittrail - von Gmünd nach Persenbeug    
 

Die erste Frage, die sich bei unserer Planung stellt: Wie kommen wir samt Rad nach Gmünd?

Eine Fahrplanabfrage auf fahrplan.oebb.at ergiebt folgendes Ergebnis:
Abfahrt Krems/Donau 6:10 Uhr, Ankunft in Absdorf-Hippersdorf: 6:47 Uhr und die Weiterfahrt nach Gmünd um 7:43, Ankunft in Gmünd 9:23 Uhr

Nach intensivem Studium aller sonstiger in Frage kommender Zugpläne bleibt jedoch letztendlich auch nur diese Möglichkeit über. (Es sei denn man fährt gleich mit dem Rad nach Absdorf).
Wie wir um 6:00 Uhr in der früh - bereits im Zug sitzend - erfahren wäre die Fahrradmitnahme auch mit dem Zug um 6:44 Uhr möglich gewesen. Egal, wir haben ja keinen Stress, eine Stunde Wartezeit in Absdorf kann doch kein Problem sein, oder?


Frühstück im Bahnhof von Gmünd Die Anreise funktioniert im großen und ganzen tadellos. Nur der Hunger plagt uns gar so sehr. Da gönnen wir uns sogleich ein ausgiebiges Frühstück mit Semmerl, Butter, Käse und „ham and eggs“ im Gmündner Bahnhofsrestaurant.


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ETAPPENBESCHREIBUNG

Abenteuerlustig beginnen wir nun den Trail zu erforschen (der Pfeil befindet sich direkt vor dem Bahnhof) - doch kein Granit, kein Schotter, keine Erde, keine Wiese unter unseren Gummireifen zu finden!
Bis Steinbach (gut 20 km) surren unsere Gatschstoppeln auf Asphalt bei 30 Grad Hitze und noch mehr.


Die vorhandene Beschilderung ist wirklich tadellos. Nur aufgepasst, dass vor lauter Euphorie kein Pfeil übersehen wird.

Granittrail Beschilderung Top of
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  Hier sei kurz erwähnt, dass sich das mitgenommene Kartenmaterial über den Granittrail (gefunden auf www.mbike.at) als etwas ungenau herausstellt. Auch die Kilometer- und Höhenmeterangaben stimmen mit unseren Aufzeichnungen nicht hundertprozentig überein. Diese Wegbeschreibung kann nur zur Schaffung eines groben Überblicks dienen.

Endlich zeigt ein Wegweiser rechts in den Wald hinein. Die Rennradpiste verwandelt sich schlagartig in eine lässige Wald-, Wurzelpassage. Von nun an bleibt Asphalt wirklich die Ausnahme. Forstwege, nette Abfahrten und Trails regieren das Geschehen, Granitfelsen und kleine Bäche umrahmen unseren Weg.

   
  auch die Sonne muss genossen werden

Tipp:

Kurz vor Groß Gerungs führt der Weg direkt an einem idyllischen Badesee vorbei, der wirklich zum Verweilen einlädt.
Danach machen wir in Groß Gerungs in einem ausgezeichneten Cafe (dessen Name ich vergessen habe) den nächsten Stopp, um einen kleinen Imbiss einzunehmen.

Trotz Protest von Erwin bestand Thomas darauf, sein Hungergefühl zu stillen. Ein große Salatplatte und ein Schlemmereisbecher sollten ausreichen (das Nougateis schmeckt übrigens ausgezeichnet). Wir haben ja schließlich laut Karte nur mehr ca. 150 hm und 10 km bis zu unserer geplanten Übernachtung in Arbesbach vor uns.

   
 
Nach 450 hm und ich weiß nicht wieviel mehr als 10 km stellen wir in Arbesbach fest, dass hier kein Quartier für uns zu finden ist. Nach kurzen Erhebungen machen wir uns auf den Weg nach Altmelon. Die Wirtsleute im Gasthof Lichtenwallner geben uns dann eine famose Bleibe. (Übernachtung samt Frühstück: 25 Euro) Erleichtert kann nun auch Erwin mit einem delikaten Schweinsbraten samt Waldviertler Knödel seine Energiespeicher auffüllen
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  Die Weiterfahrt nach Bärnkopf ist doch zäher als erwartet. Wer die ursprüngliche Granitbeißer-Marathon-Streckenführung kennt, braucht sich nur an die letzten sechs Kilometer vor dem Ziel erinnern.

Gutenbrunn
kennen wir vom Langlaufen. Doch dann geht es nur mehr bergab bis Ysper bzw. Altenmarkt. Wenn man hier, so wie wir, einen ausgiebigen Mittagsschmaus einplant, sollte wirklich überlegt werden, ob der Granittrail nicht besser - so wie begonnen - ausklingen soll: und zwar auf Asphalt rollend bis Persenbeug.
Route entlang des Kamps    
 
Der letzte Berg über Neuwaldhäusl kann nur Selbstquälern empfohlen werden. Schiebend bewältigen wir die Höhenmeter über Stock und Stein und noch mehr Stock. Es bietet sich am Gipfel kein Panorama, auch die Abfahrt kann die unlustige Schieberei nicht mehr wettmachen.

   
  Blick auf das Donautal Nachdem sich eine Regenwolke genau über uns seiner Last entledigt hat, entscheiden sich Thomas und ich für die Rückreise per Bahn (Abfahrt Persenbeug: 15:21 Uhr, Ankunft in Krems um 16:57 Uhr).

Während wir im „Speisewagen“ unseren Löskaffee schlürfen, können wir beobachten wie Erwins knallgelber Rucksack-Regenüberzug immer wieder zwischen den Weingärten hervorblitzt.

Der Biker-Stolz treibt Erwin hurtig voran, sodass dieser schließlich nur satte fünf Minuten nach mir zu Hause in Thallern eintrudelt.

   
 
Fazit:


Zwischen anfänglichem Einrollen auf Asphalt und einem nicht allzu überwältigenden Finale liegt ein netter, ausgezeichnet beschildeter, meinen Erwartungen durchaus gerechtwerdender, sehr empfehlenswerter Granittrail.

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