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Von
Thallern zur Türlwandhütte am Dachstein |
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Überblick
Ferienzeit bedeutet Staus und Verkehrslawine auf Österreichs
Straßen. Welche Alternative zum Auto könnte also für die
Anreise zum Urlaubsort gewählt werden?
Wir entschlossen uns für das Mountainbike, denn das Streckennetz
von „Mountainbike Niederösterreich“ (www.mbike.at)
und der „Alpentour Austria“ (www.alpentour.at)
bieten hervorragende Möglichkeiten für ein derartiges Unterfangen.
Mountainbike Niederösterreich

Alpentour Austria
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ETAPPENBESCHREIBUNG
Tag
1, 14.7.2004
Thallern - Kirchberg a.d. Pielach, 1210 hm / 97 km, FZ: 6:55
“Auf
MTB-Routen von der Wachau bis zum Dachstein” lautet unser Projekt.
Nach einem gemütlichen Frühstück radeln wir uns mit fast
15 kg Gepäck am Rücken neben der Donau ein. Die Rückenmuskeln
protestieren zwar sehr heftig unter der Last, doch diesen wurde befohlen,
schweigend zu leiden.
Über Traismauer und St. Pölten geht es nach Wilhelmsburg, wo
wir uns an die ersten Höhenmeter wagen. Es folgt der erste Trail
- hinunter nach Lilienfeld: Rucksack und Mensch haben sich angefreundet
und wurden eins. Auch die Beinmuskulatur hat sich an die Gewichtszunahme
gewöhnt und so pedalieren wir fleißig über den Morisattel
nach Kirchberg an der Pielach. Nach Inspektion der örtlichen Gegenbenheiten
quartieren wir uns im Naturhotel “Steinschalerhof” ein: tolles
(jedoch nicht ganz billiges) Zimmer, Badewanne mit “Whirl”,
hervorragendes Essen samt Wildkräutersalat, bikergerechtes Frühstück,
...
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Tag
2, 15.7.2004
Kirchberg - Mooshuben bei Mariazell, 1150 hm / 60 km, FZ: 5:30
Der Wecker
läutet um 7:00 Uhr morgens und draussen schüttet es wie aus
Schaffeln. Der Hotelmanager in Lederhos´n versichert uns: “Am
Nachmittag wird es schöner!” Von diesen Worten ermutigt, packen
wir unsere Rucksäckchen. Wir sind ja schließlich hartgesottene
Biker und lassen uns aufgrund etwas Feuchtigkeit sicherlich nicht von
unserem Vorhaben abbringen.
Den ersten Streckenabschnitt bewältigen wir aufgrund der Witterung
in der Ebene auf der Straße. Wir wollen dann die zweite Hälfte
- bei schönerem Wetter - umso mehr genießen.
Die “Wetterbesserung” äußert sich in mehr Regen,
mehr Wind, Nebel und Temperaturen um die 10 Grad Celsius. Landschaftlich
soll diese Etappe entlang der Mariazellerbahn zwar wunderschön sein,
doch in diesen Momenten können wir der Naturschönheit nichts
abgewinnen. Durch das Fadental (bekannt vom Langlaufen) frösteln
wir uns nach Mariazell.
Als Kontrastprogramm zu unserem vortägigen Hotelaufenthalt nächtigen
wir diesmal in einem Bauernhof mit Dusche und WC am Gang, karierter Bettwäsche
und großgemusterten brandaktuellen orangefarbenen Fliesen rund um
das Waschbecken. Nach einem zünftigen Gulasch und Kaiserschmarr`n
mit Kristallzuckerschutzschicht lässt es sich hier herrlich Bikeschuhe
und sonstiges trockenfönen.
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Tag
3, 16.7.2004
Mariazell - Palfau, 1100 hm / 85 km, FZ 5:06
Man hat doch
Erbarmen mit uns: Es ist wärmer und die Sonne scheint!
Gemütlich geht es auf den Köckensattel. Nach dem äußerst
trockenen Sommer des Vorjahres sprudelt heuer wieder aus jeder Felsspalte
Wasser und wir genießen das angenehme Plätschern und die ruhige
Umgebung. So hat es der Mountainbiker gern.
Die weitere Route führt vorbei an der “Kräuterin”
Richtung Wildalpen Bundestraße. Am Wochenende ist diese Strecke
eher zu meiden, weil hier einiges an Motorradfreaks unterwegs ist. Doch
heute können wir auch diesen Streckenabschnitt ohne allzugroßen
Stress bewältigen. In unserer Euphorie beschließen wir, in
Wildalpen einen kleinen Snack einzunehmen. “Astrids Imbissstube”
steht auf einem Wegweiser geschrieben. Die frischen gegrillten Forellen
mit Erdäpfel und Salat sind allzu verlockend für uns.
Nach einem (wegen des vollen Bauches) anstrengenden Anstieg über
die “Hühnermauer” erreichen wir unser Etappenziel in
Palfau.
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Tag
4, 17.7.2004
Palfau - St. Gallen, 1930 hm /73 km, FZ 5:52 Nach
einem ausgiebigen Frühstück beim Stiegenwirt geht’s mit
800 Höhenmetern Anstieg auf den Niederscheibenberg gleich richtig
zur Sache. Zusätzlich zum schweißtreibenden Anstieg heizt uns
die Sonne ordentlich ein. Die Anstrengungen werden aber durch einen Blick
auf eine wunderschöne Hochalm, umrandet von der Flanke des Berges,
belohnt. Hier löst die Natur eine den Körper angenehm durchflutende
Ruhe aus.
Der Rest diese Etappe ist ebenfalls angenehm zu fahren. Beim letzten giftigen
Anstieg auf das „Zinödl“ spürt man allerdings, dass
die Reserven schon etwas aufgebraucht sind und demnächst ein Ruhetag
notwendig sein wird.
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Tag
5, 18.7.2004
St. Gallen - Bad Mitterndorf, 1600 hm /93 km, FZ 6:24
Zwei steile
Berge, der Reiz der Ebene im Enns-Tal und der Blick auf den Grimming lassen
wieder einen schönen Tag erwarten. Am Flüssigkeitsverbrauch
merkt man die gestiegenen Temperaturen und die höher werdenden Berge.
Der Trail Richtung Burg Strechau lässt die Laktatkonzentration in
den Waden exponentiell ansteigen. Voll bepackt wie Packesel ist es eine
schweißtreibende Herausforderung ohne abzusteigen die Anhöhe
zu erreichen. Unglaublich welchen Belastungen eine Fahrradkette in manchen
Situationen standhält.
Inzwischen hat sich auch unser Umfeld geändert – aus den Voralpen
sind stattliche 2000-er geworden die uns herrschaftlich umgeben und noch
einige Höhenmeter bis zum Etappenziel in Bad Mitterndorf erwarten
lassen.
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Tag
6, 19.7.2004
Ruhetag, 30km lockere Ausfahrt Fahrt
zum Ödensee mit schönem Trail rund um den See. Danach Zeitschriften
lesen, Eis essen, faulenzen, ….
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Tag
7, 20.7.2004
Bad Mitterndorf - Rohrmoos, 1760 hm/76 km, FZ 5:50 Genug
vom Ausrasten fiebern wir gierig dem ersten Etappenabschnitt entgegen:
die Viehbergalm - unserer Meinung nach die schönste Teilstrecke der
nördlichen Alpentour. Denn wir wissen, in der Almhütte wartet
echter Steirischer Graukäse auf uns.
Bei der Abfahrt durch die “Öfen” musst du dich auf ein
belastungsfähiges Bremssystem verlassen können. Eine Straße
schlängelt sich diese Schlucht hinunter, während darunter das
tosende Wasser den selben fast senkrechten Weg nimmt. Unvorstellbar, dass
diese Straße auch von mutigen (oder waghalsigen?) LKW-Fahrern zum
Holztransport benutzt wird.
In Pruggern
beschließen wir den südlichen Teil der Alpentour zu testen:
ein großer Fehler wie sich herausstellen wird!
Irgendwie hat in Schladming und Umgebung das Wort “Mountainbiken”
eine andere Bedeutung. Wir sind zwar in der brütenden Hitze steile
Berge hinaufgeklettert, doch all diese Federelemte meines fahrbaren Untersatzes
und vor allem diese breiten Reifen stellen sich hier als äußerst
störend und überflüssig heraus. Noch dazu tragen die vom
Asphalt aufsteigende Hitze sowie die gelegentlichen Benzinwolken nicht
zur besten Laune bei.
Genug von diesen Autotouristenpfaden beschließen
wir, den letzten Berg auszulassen und den Rest am Ennstalradweg zu bewältigen.
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Tag
8, 21.7.2004
Rohrmoss – Dachstein/Türlwandhütte, 1690 hm/49 km, FZ
4:16
Bevor wir
unseren Zieletappenort Ramsau erreichen, führt ein letzter giftiger
Anstieg Richtung Türlwandhütte auf den Dachstein in 1700 Metern
Seehöhe hinauf. Nach 11.440 Höhenmetern, 533 Kilometern und
einer Nettofahrzeit von rund 40 Stunden geht hier ein super Bike-Highlight
gemütlich bei Kaffee und Kuchen zu Ende — allerdings reifen
bereits Ideen für das nächste Jahr.
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BILDER
ZUR TOUR |
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Tourenbeschreibung als PDF Dokument downloaden
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