Biken auf Teneriffa

Jänner 2006
 
  Blick auf die Berge  
 

Anfang Jänner das Bike, die Badehose und kurze Laufsachen einpacken, in das Flugzeug Richtung Teneriffa steigen und die frühlingshaften Temperaturen genießen.

 
 


Entspannen, Sonne genießen, schwimmen, lesen, schlafen, essen, vielleicht ein bisschen laufen, etwas dehnen - das waren unsere Ambitionen und Vorstellungen für unseren ruhigen zweiwöchigen Teneriffa-Urlaub im Süden dieser Insel.

Doch es stellte sich bald heraus, dass dies einfach zu langweilig war. Hat Teneriffa doch einiges an Mountainbike-Trails zu bieten. Um planloses Herumirren zu vermeiden, buchten wir eine geführte Tour bei Diga-Sports (in Playa des las Americas).

Die Tour umfasste Busabholung vom Hotel, Leihbike, geführte Tour, Wasserflaschen, Busrückfahrt zum Hotel.
Kosten: EUR 45,-- pro Person

Bei entsprechender Nachfrage und unter Berücksichtigung der Konstitution der jeweiligen Teilnehmer bzw. auch der Wetterlage werden Touren eventuell modifiziert oder verschoben (die Canadas-Tour war z.B. aufgrund der Schneelage nicht fahrbar)
Mindestteilnehmer: 4 Personen (am besten immer in der Bike-Station nachfragen).


Biker auf Teneriffa

 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Bilder von Teneriffa

 
 

Nette Leute, Landschaft pur, perfektes Wetter, gemütlicher Abschluss in einem Restaurant in Santiago del Teide und schon wurde die nächste Ausfahrt gebucht - die "Vulkan-Tour".
Landschaftlich konnte diese Tour noch einiges draufsetzen: unendliche Fahrten durch Kiefernwälder, Trails über schwarzes Lavagestein, .... und eines hatten wir dazugelernt: auch in Teneriffa brauchst du deine Beinlinge, deine warmen langen Handschuhe, deine Regenüberschuhe und sonst noch alles mögliche zum Anziehen. Wir fuhren regelrecht in den Wolken herum und dies war mehr feucht als fröhlich.
Nachdem sich ein Großteil der Truppe für die Rückfahrt in die Taverne entschieden, wurde der harte Kern doch noch durch einige Sonnenstrahlen belohnt.

Nachdem wir für diese beiden Touren doch sehr tief in die (Geld)tasche greifen mussten, beschlossen wir, ein Bike für drei Tage von Diga-Sports zu mieten, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden.
Tipp: rechtzeitig vorher reservieren
Nachteil: wir mussten die Bikes selber abholen, war unser Hotel doch einige Kilometer von der Bikestation entfernt. Somit war bereits der Vormittag verstrichen und wir beschlossen nur eine kleine Tour zu unternehmen.

Laut Aussagen unseres gestrigen Tourenguides sei die TF28 Richtung San Miguel wenig befahren. (Nur Einheimische würden diese Straße benutzen.) Entweder gibt es in Teneriffa Milliarden von Einheimische oder wir hatten von dem Ausdruck „wenig befahren“ eine völlig andere Vorstellung als die Ortsansässigen.
Wir fühlten uns auf jeden Fall den Auspuffgasen hilflos ausgeliefert und kehrten nach einer halben Stunde Kampf - voller Vorfreude auf unseren Liegestuhl - ins Hotel zurück .

Am nächsten Tag waren wir mit einem Schweizer Bikekollgen, den wir bei der Masca-Tour kennengelernt hatten und der ein echter Bikefreak war, verabredet. Unser Plan: einen Bus Richtung Santiago del Teide nehmen und dann noch einmal durch den wunderschönen Lorbeerwald (den wir bei der Masca-Tour kennenlernten) biken. Ein scheinbar klitzekleines Problem vereitelt jedoch unser Projekt: dieser Autobus und wie sich später herausstellte fast alle Autobusse hatten nur winzige Gebäckräume, in die wir unmöglich drei Bikes verstauen konnten. Nachdem wir - in der Hoffnung doch noch einen Bus mit großen Gebäckklappen zu ergattern - über eine Stunde am Busbahnhof in Playa de las Americas verbracht hatten, nahmen wir unser Alternativprogramm in Angriff. Fahrt auf der Straße nach Adeje (da musst du einfach durch) und dann eine kleine Straße nach Taucho und über kleine Barancos Richtung Westen - eigentlich ganz nett für eine Tour im Süden der Insel.

Das Bike sollte am dritten Leihtag noch richtig ausgenützt werden. Unsere Erkundungen gestern hatten ergeben, dass ein „großer“ Bus täglich um 9:15 Uhr nach Vilaflor abfährt. Optimaler Ausgangspunkt für ausgedehnte Touren in und um die Canadas. Perfektes Wetter kündigt sich an, dem ungehinderten Bikerglück konnte also nichts mehr im Wege stehen.
Wirklich nichts? Gestern hatte es offensichtlich so viel geregnet, dass die Straße - zumindest für den Bus - nicht befahrbar sei und dieser einfach vom Fahrplan gestrichen wurde.
Als wir gerade lange Gesichter zogen, schrie plötzlich jemand, dass der Bus Nr. ?? nach ?? ein „großer“ sei und ruckzuck hatten wir unsere Räder neben zwei anderen schon eingeladen und bereits im Bus sitzend konnten wir auf unserer Landkarte eruieren, wo uns die Fahrt überhaupt hinführt.
Nachdem wir die Endstation auf rund 600 Metern Seehöhe erreicht hatten, absolvierten wir gemeinsam mit zwei Linzer und einem Deutschen per Rad die weitere Fahrt nach Vilaflor. Otto etablierte sich als Tourenguide (er war bereits das zehnte Mal auf Teneriffa) und führte uns weiter nach Centre de Visitantes des Canadas und den Roques de Garcia.
Obwohl die Reifen unserer Bikes nur über Asphalt rollten, war die Tour ein landschaftliches Erlebnis. Meinem Leihbike würde ich, wenn ich es so recht bedenke, doch nicht wirkliches Vertrauen im ruppigen Gelände schenken.

Fünf Minuten vor Geschäftsschluss der Bikestation und vor dem Finsterwerden konnten wir noch rechtzeitig die Bikes zurückgeben.

Für unsere zukünftigen Teneriffa-Bike-Urlaube haben wir folgende Regeln aufgestellt:

  • Vergiss Biken auf Straßen in Küstennähe (Gefahr der Rauchgasvergiftung)!
  • Du benötigst ein Transportmittel zum Ausgangspunkt der Tour.
  • Fährst du mit dem Bus, suche einen mit großer Gepäckklappe!
  • Sei gerüstet für jedes (wirklich jedes) Wetter!
  • Willst du eine Woche durchgehend biken, lohnt es sich jedenfalls das eigene Bike mitzunehmen
    (Kosten für die Mitnahme von Linz nach Teneriffa-Süd EUR 30,--).

 

Du möchtest deine Spanisch Kenntnisse verbessern - dann gönne dir einen Sprachkurs auf Teneriffa.

Learn spanish in the Canary Islands